pH-Messgeräte

Das pH-Messgerät - der Einsatz im Aquarium

Während der Mensch kleine Unterschiede im Badewasser meist problemlos verkraftet, ist es für die Haltung mancher Fisch- oder Pflanzenarten unerlässlich, den pH-Wert genau zu regulieren. So bevorzugen viele tropischen Fischarten pH-Werte unter 7, während Arten aus Mittelamerika Werte über 7 benötigen. Fische aus dem Malawisee in Afrika fühlen sich sogar erst bei pH-Werten zwischen 7,8 und 8,7 wohl.

Der pH-Wert des Wassers gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob das Wasser eher sauer oder alkalisch ist. Die Skala reicht von 0 bis 14, wobei Wasser mit einem Wert von 7 als pH-neutral gilt. Essig besitzt einen Wert von etwa 2,5 und ist damit sauer, während Seife mit Werten zwischen 9,0 und 10,0 alkalisch ist. Für die Kontrolle des pH-Wertes stehen Ihnen pH-Messgeräte verschiedener Hersteller und Bauarten zur Verfügung.

Wie ist ein pH-Messgerät aufgebaut?

Die herkömmliche Messung mit einem Teststreifen ist möglich, allerdings wird diese Methode immer seltener angewendet. Das liegt überwiegend daran, dass die Messung mit dem Auge ungenau ist und die Ansprüche bei vielen Anwendungsgebieten stetig steigen. Besonders im Labor oder bei der Züchtung empfindlicher Fischarten können keine großen Toleranzen geduldet werden.

Mit einem digitalen pH-Messgerät können Sie Ihre Messungen bis auf mehrere Nachkommastellen genau durchführen. Normalerweise bestehen diese Messgeräte aus einem Bedienteil mit der Elektronik und einer separaten pH Elektrode, die häufig aus Glas besteht und in die Flüssigkeit eingetaucht wird. Die Elektrode kann auch aus anderen Materialien hergestellt werden, muss allerdings unabhängig vom Material gelegentlich getauscht werden. Die Reinigung wird mit destilliertem Wasser vorgenommen, um keine Messergebnisse zu beeinflussen.

Arten von Messgeräten zur Bestimmung des pH-Werts

Die geeignete Bauart richtet sich in erster Linie danach, wie genau das Messergebnis ausfallen muss und ob Ihr pH-Messgerät für das Aquarium oder für den Außenbereich gedacht ist. Bei einfachen digitalen Messgeräten ist die Elektrode häufig im Bedienteil fest eingebaut. Diese einfachen Messgeräte für den mobilen Einsatz reichen für viele Anwendungen aus und können beispielsweise im Gartenteich eingesetzt werden, wo der Einsatz eines größeren Gerätes unpraktisch ist.

Bei höherwertigen Messgeräten wird die Elektrode häufig flexibel mit einem kurzen Kabel verbaut, während das Bedienfeld zum sicheren Aufstellen auf einem Tisch gedacht ist. Diese Art der Messgeräte ist nicht für den ständigen Transport gedacht, liefert aber in der Regel genauere Ergebnisse.

Kalibrierung und Durchführung der pH-Messung

Die Messung beginnt mit einer Kalibrierung, indem Sie die pH Elektrode mit destilliertem Wasser reinigen und anschließend in eine Lösung mit einem bekannten pH-Wert eintauchen. Nun können Sie die Einstellung auf diesen Wert vornehmen. Einige Hersteller empfehlen, die Kalibrierung anhand einer anderen Lösung mit bekanntem pH-Wert zu kontrollieren. Dazwischen reinigen Sie die Elektrode immer mit destilliertem Wasser.

Die anschließende Messung wird ausgeführt, indem Sie das Gerät in die Lösung eintauchen und die Messtaste betätigen. Die abschließende Reinigung erfolgt ebenfalls wieder mit destilliertem Wasser. Während des gesamten Vorgangs sollte die Elektrode niemals mit der Haut in Berührung kommen, da dies Messfehler verursachen könnte.
Einige Geräte verfügen über eine Schnittstelle zur Verbindung mit einem PC, sodass die Ergebnisse auch digital ausgewertet werden können.



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